Mehrgenerationshaus

Mit dem Mehrgenerationenhaus wird ein traditioneller Lebensstil heute wieder zum Trend. In einem großen Wohnhaus können Eltern, Kinder und Enkelkinder zusammenleben, wodurch für alle Beteiligten Vorteile entstehen. Vom Einkauf und der Zubereitung des Essens bis zur Betreuung von Kindern und Pflegenotwendigkeiten können sich drei Generationen unter einem Dach wunderbar ergänzen. Denkt man jedoch daran, in ein Mehrgenerationenhaus umzusiedeln, so sollte man vorher genau planen.

Rechtliche Grundlagen klären

Idealerweise bietet das Mehrgenerationenhaus für eine Reihe von Menschen ein zu Hause. Doch muss man schon im Vorhinein daran denken, wie das Unternehmen finanziert werden soll und was geschieht, wenn sich diese Gemeinschaft aus irgendeinem Grund auflöst. Wer erbt beispielsweise, wenn eines oder mehrere Mitglieder der Wohngemeinschaft versterben. Auch muss der Fall einer Scheidung berücksichtigt werden. Sind mehrere Personen im Grundbuch eingetragen, können sich solche Fragen nämlich als schwer zu lösen erweisen. Deshalb sollte man sich während der ersten Schritte der Projektplanung zusammensetzen und klären, wer sich in welcher Höhe an den Kosten für das Haus beteiligen wird und wer späterhin einen Erbanspruch hat.Mehrgenerationenhaus

Privatbereiche für alle Bewohner einplanen

Menschen unterschiedlichen Alters haben verschiedene Interessen und ein Bedürfnis für Privatsphäre. Das sollte auch in Betracht gezogen werden, wenn man das Mehrgenerationenhaus plant. Idealerweise sollte es in getrennte Wohneinheiten aufgeteilt sein, die durch Gemeinschaftsräume verbunden werden. Auch die Kinder sollten dabei eigene Räume haben, die auch dann noch ausreichend sind, wenn sie zu jungen Erwachsenen heranwachsen und vielleicht während Studium und Ausbildung weiterhin im Mehrgenerationenhaus verbleiben möchten. Plant man richtig, so kann man in einer Gemeinschaft leben, aber dennoch jedem Mitglied der Gemeinschaft einen Ort des kompletten Zurückziehens ermöglichen. Dabei sollte auch erwogen werden, ob mehr als eine Küche erwünscht ist. Auch für die Außenanlagen sollte eine Reglung getroffen werden, so dass die Spielwiese der Kinder harmonisch mit den Blumenrabatten der Großeltern koexistieren kann.

Altersgerecht Bauen

Oft entscheidet man sich für ein Mehrgenerationenhaus, wenn die ältere Generation noch fit und rüstig ist. Dennoch sollte man bei Neubau oder Umbau an die Zukunft denken. Das Stichwort ist dabei Barrierefreiheit. Räume sollten so konzipiert werden, dass sie ohne Stufen erreicht werden können und das ausreichend Platz besteht, um sich zwischen den Möbeln zu bewegen. Alle Türen und Gänge sollten so breit sein, dass im Bedarfsfall ein Rollstuhl leicht hindurch passt. Im Badezimmer sind bodengleiche Duschen von Vorteil und um Toiletten und Waschbecken sollte ausreichend Platz vorhanden sein. Sind bei einem Haus mit mehreren Etagen Treppen nötig, so sollte man schon in der Bauphase die Möglichkeit für einen Treppenlift erwägen. So wohnt man in jungen Jahren bequem und ist auf das Alter vorbereitet.